Snow

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"Snow"

 

Snow wurde um den 31. Oktober 2008 herum an der Grenze zwischen Östereich und Ungarn geboren. Aus der ersten Tierkommunikation mit ihm haben wir erfahren, dass er als Welpe zusammen mit seiner Mutter und seinen vermutlich vier Geschwistern ausgesetzt, bzw. in einem Wasserschacht entsorgt wurde. Wer alles überlebt hat, wissen wir nicht, sicher ist nur, dass er mit ca. 12 bis 14 Wochen verletzt aufgefunden und in die Auffangstation Tiere in Not gebracht wurde. Dort wurde er gesund gepflegt und wurde dann an ein Ehepaar in Deutschland vermittelt. Nach einigen Wochen kam er zurück zur Auffangstation „Nordische in Not“.

Von dort aus durfte er zu einer älteren Frau, wo er es wirklich gut hatte. Da die Frau aber mit der Zeit nicht mehr mit seiner Kraft und Stärke umgehen konnte, musste er wieder zurück zur Auffangstation. Einige Zeit später durfte Snow, der damals noch „Wolfi“ hiess, zu Angelika und Michael in München und dort bis zu einer definitiven Vermittlung zusammen mit ihren beiden Hunden leben. Zu dieser Zeit stöberte ich auf den Seiten von Nordische in Not herum und sah dort das Foto von Snow und dass er einen Lebensplatz suchte. Da wir immer noch sehr dem Tod von Yukon nachtrauerten, war Manuela, entgegen mir, noch nicht bereit, einem anderen Vierbeiner bei uns ein zu Hause zu geben. Trotzdem wollte ich Snow unbedingt, es war Liebe auf den ersten Blick, auch wenn es nur ein Foto war. Dann stimmte Manuela zu, dass wir es mit ihm versuchen und so fuhr ich am 14. August 2009 nach München, Grünwald (damals noch ohne Navi!!!) zu Angelika und Michael. Als ich in Ihr Wohnzimmer kam, begrüssten mich die zwei Hunde und Snow legte sich während des ganzen Gesprächs auf meine Füsse, ohne einmal aufzustehen. Da wusste ich, dass ich nicht mehr ohne ihn nach Hause fahren werde. So kam Snow mit ca. 9-1/2 Monaten zu uns, dem fünften Platz in seinem kurzen Leben, wo er sich einleben musste oder durfte.

Ehrlich gesagt gab es einige Hundehalter in unserem Bekanntenkreis die uns sagten wir seien verrückt, so einen Hund bei uns auf zu nehmen. Wir aber merkten bald, dass Snow am Anschlag ist und es niemals verkraftet hätte, nochmals weggegeben zu werden. Ja, es war viel Arbeit mit ihm nötig, bis er endlich Vertrauen fasste und trotzdem hat er seine Verlustangst bis heute nie ganz verloren. Immer wenn eine fremde Person in unsere Anlage kommt, dringt es bei ihm durch und er bekommt das Gefühl, dass er wieder mit fremden Leuten weggehen muss. Dann geht er komplett in Abwehrstellung und Manuela oder ich müssen ihn dann jeweils beruhigen.

Heute ist Snow der Boss im Rudel, hat es aber mit seiner ausgeprägten sozialen Art auf eine ganz besondere Weise im Griff. Er lässt den anderen Drei auch vielmehr durch und Grenzen gegenüber ihm als Leittier überschreiten, als dass man es in anderen Rudelhaltungen gewohnt ist. Vor allem ist Snow ein konsequenter, starker Leithund geworden und es ist eine wahre Freude mit ihm zu trainieren.

Die Beziehung zwischen Snow und mir ist eine ganz spezielle, zwischen uns herrscht absolutes, blindes Vertrauen. Das habe ich aber auch erst lernen und zulassen müssen.

Im Winter 2011 waren mit Beatrice Frey und Jörg Dauwalder in Schweden für 14 Tag im Camp von Irma und Detlef Herche (www.schwedenteam.de). Bei einem Training mit dem Schlitten fuhren wir beide in einen Schneesturm. Irgendwann gerieten wir vom Trail und ich wusste nicht mehr wo wir sind, geschweige wie es zurück ins Camp ging. Mehr in der Verzweiflung gab ich Snow das Kommando „Go Home, go back Hüsi“. Snow brachte uns nach Hause ins Camp, zwar durch Tiefschnee und Wald, aber auf dem direkten Weg nach Hause.

Wir beide waren schlicht und einfach kaputt nach fast 2 Stunden als wir ankamen. Aber er hatte es geschafft und ich lernte was es heisst, seinem Leithund zu vertrauen und dieses Vertrauen gegenseitig auch zuzulassen!

An dieser Stelle möchten wir uns auch bei unserem Tierarzt-Team der Animo-Tierklinik in Zuzgen/AG ganz herzlich danken. Dort wurde Snow schon zweimal das Leben gerettet. Zuerst mit einer Notoperation wegen einer Magendrehung mit nicht ganz einjährig und im 2013 als er von Zecken in Schweden!!! eine Blutannemie bekam und nur Dank Infusionen und einer speziellen Antibiotikabehandlung von 6 Wochen überlebte. Vielen Dank Euch allen, dass unser Snow noch bei uns sein kann.

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